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Der VAMV auf dem internationalen Frauentag in Stolberg

 
Anlässlich des internationalen Frauentags hat das Organisationsteam rund um die Stolberger Gleichstellungsbeauftragte Susanne Goldmann ein kleines, feines Programm zusammengestellt.

Mit welchen Problemen Alleinerziehende im Alltag konfrontiert sind, verdeutlichten Susanne Goldmann, Christel Willemsen von der Familienwerkstatt und Birgitt Seifarth vom VAMV in einem kurzen Rollenspiel, das eine Beratung im Jobcenter darstellen sollte. Sie machten deutlich, wie schwierig es ist, auf der einen Seite für eine adäquate Kinderbetreuung zu sorgen, und andererseits den Weg ins Berufsleben zu stemmen.  

Kern des Abends war die von Sozialwissenschaftlerin Sandra Kaiser moderierte Podiumsdiskussion. Fünf Stolberger Frauen, Gastronomin Marita Matousék, Anke Wendel vom Verband allein erziehender Mütter und Väter, Fußballschiedsrichterin Ruth Butzen, Friseurmeisterin Funda Teke und die Vorsitzende von Tabalingo, Ursula Espeter, diskutierten über die Rollen der Frau in Familie und Beruf und über Schwierigkeiten von Alleinerziehenden.

Dass Frauen sich gegenseitig unterstützen müssen, um mit der Doppelbelastung durch Familie und Beruf klarzukommen, machte Gastronomin Marita Matousék deutlich, die auch in der Stolberger Kulturszene kräftig mitmischt. „Als ich Chefin des ,The Savoy‘ war, habe ich gerne alleinerziehende Mütter eingestellt“, erklärt sie. Und um denen den Spagat zwischen Kinderbetreuung und Arbeit zu erleichtern, stelle man eben zwei ein statt einer. „Die können sich dann zum Beispiel gegenseitig vertreten, wenn eine mal wegen eines kranken Kindes ausfällt.“ Mit diesem System habe sie gute Erfahrungen gemacht.

Dass ein gutes Netzwerk wichtig ist, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, betonte Ursula Espeter vom Verein Tabalingo, selbst Mutter von fünf Kindern, eines mit einer Behinderung. „Als Frau hat man immer schnell ein schlechtes Gewissen, wenn man nicht alles alleine schafft. Aber man muss gar nicht alles alleine schaffen.“

Auch Anke Wendel vom VAMV-Vorstand beklagt das starre Betreuungsangebot, das gerade mit frauentypischen Berufen wie dem der Krankenschwester schlecht vereinbar sei. Was die Rolle von Frauen im Beruf angeht, wehrt sich Wendel dagegen, dass man nur dann erfolgreich sein kann, wenn man seine weiblichen Attribute ablegt.


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